FREIHEIT FÜR DIE INHAFTIERTEN GEWERKSCHAFTLER IM IRAN!

 

Der von Teheraner Vahed-Gewerkschaft aufgerufene  Streik am 28.01.2006 wurde mit einer Beispiellosen Härte durch die Sicherheitskräfte und das Militär niedergeschlagen. Die Fahrer und die Belegschaft wurden zusammengeschlagen und unter Drohungen gezwungen, die Arbeit in Begleitung von Sicherheitskräften aufzunehmen. Frauen und Kinder von Vorstandsmitgliedern der Gewerkschaft wurden unter Prügel von ihren Häusern verschleppt und in Geiselhaft genommen, damit ihre Männer sich stellen.

Eine Vielzahl der Vorstandsmitglieder und über 1000 Arbeiter und Angestellte des Betriebs wurden inhaftiert und in die Gefängnisse des Sicherheitsministeriums und Evin eingebucht. Eine Vielzahl der Gewerkschaftsmitglieder wurde entlassen. Man hat ihnen eine Reuerklärung zur Bedingung für die Rückkehr zur Arbeit gemacht.

Das Schweigen der deutschen Öffentlichkeit  ist hier erstaunlich.Anscheinend  Hierzulande  hat das „Atomkonflikt“ die gesamte menschenverachtende Politik der Islamischen Republik Iran im Schatten gestellt.

Wir fordern:

Die sofortige und bedingungslose Freilassung von Herrn Ossanlou, Vorsitzender der Gewerkschaft, der seit 22.12.2005 inhaftiert ist.

Die sofortige und bedingungslose Freilassung aller inhaftierten Gewerkschaftler.

Die Anerkennung der Gewerkschaft.

Die Erfüüllung der gewerkschaftlichen Forderungen durch den Abschluss von Kollektiv Verträgen.

Die Verurteilung der brutalen Vorgehensweise der Machthaber im Iran gegen die streikenden Arbeiter.

 

Berlin, den 07 Februar 2006

 Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangene im Iran- Berlin

( kupg_iran@yahoo.de  , 0179- 4941964 )

  Solidaritätsgruppe mit der Arbeiterbewegung- Berlin

(  solidarity_vahed@yahoo.com, 0179- 4130359 )

Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.

( vereiniranischerfluechtlinge@gmx.de, 0172- 164 77 61)